Category Archives: Kultur

Culturonda® Terra Raetica

Eine einzigartige Kulturwanderung durch den Vinschgau

Mit insgesamt 12 verschiedenen Stationen in ganz Südtirol führt Sie die Culturonda® durch die vielseitige Kulturlandschaft des Landes. Entdecken Sie das Land, die Leute und die verschiedenen Lebensarten Südtirols und erfahren Sie mehr über deren Entstehung und Geschichte!

 

Neben dem Zusammenspiel aus Gebirgslandschaft mit Traditionen und Bräuchen verschiedener Volksgruppen spielten auch die drei Landessprachen – Deutsch, Italienisch und Ladinisch – eine bedeutende Rolle der Culturonda®. Neben den verschiedenen mittelalterlichen Kulturstätten des Landes, den verschiedenen Klöstern und Naturgärten und den vielen Bauernhöfen, erkunden Sie auf der Culturonda® auch die vielen kulinarischen Eigenheiten der diversen Landesteile.

 

Somit ist die Culturonda® eine einzigartige Kulturwanderung durch die Ferienregion Südtirol. Auch im Vinschgau befinden sich einige sehenswerte Stationen dieser Erlebniswanderung.

 

Culturonda®-Stationen im Vinschgau

 

Das Kloster Marienberg in Burgeis

Fast schon königlich erhebt sich das Kloster Marienberg über dem Dorf Burgeis und ist mit seiner Lage auf 1.340 Höhenmetern das höchstgelegene Benediktinerkloster in ganz Europa. Seit etwa dem 12. Jahrhundert wird das Mönchskloster von Ordensbrüdern der Benediktiner bewohnt und durchlebte eine facettenreiche Geschichte. Während sich im 18. Jahrhundert dort bereits ein Humanistisches Gymnasium befand, wurde es bereits im folgenden Jahrhundert durch die Bayern aufgehoben und die dort lebenden Mönche vertrieben. Nur einige Jahre später wurde es jedoch wiederhergestellt, das Gymnasium aber nach Meran verlegt.
Seit 2007 befindet sich im Erdgeschoss des Klosters ein öffentliches Museum, welches einen tieferen Einblick in Geschichte, Bräuche und Sitten dieses Ordensklosters gewährt.

 

Die Waalwege der Kulturregion Vinschgau

Eines der charakteristischsten Merkmale des Vinschgaus sind die schmalen Wanderwege entlang der jahrhundertealten Wasserläufe, der so genannten „Waale“. Diese Waalwege dienten den Menschen als Zugang zu den einstigen Bewässerungskanälen bis herauf ins 19. Jahrhundert. Ohne diese Kanäle wäre es im Laufe der Geschichte des klimatisch trockenen Vinschgaus niemals möglich gewesen Ackerbau zu betreiben.
Heute zählen die historischen Waalwege zu den beliebtesten Wanderwegen Südtirols, da sie vorwiegend eben verlaufen und somit auch für Familien mit Kindern geeignet sind.

 

Die Obstgärten des Vinschgaus

Obst- und Gemüseanbau sind einer der Hauptertragsquellen der Ferienregion Südtirol – auch im Vinschgau wird Obstbau betrieben. Hier zieren verschiedenste Apfelplantagen die gesamte Tallänge, die durch ihr mildes Klima ideal für den Anbau von Obst und Gemüse geeignet ist.
Doch nicht nur der Apfel, auch andere Obstsorten, die im Vinschgau angebaut werden, erfreuen sich eines hohen Anklangs im ganzen Land. So sind etwa auch die Palabirne oder die berühmte Vinschger Marille sehr beliebt.
Auf verschiedenen geführten Wanderungen können Sie die verschiedenen Plantagen besichtigen und dort mehr über die Geschichte des Obstanbaus im Vinschgau in Erfahrung bringen.

 

Sie sind auf den Geschmack gekommen? Dann fragen Sie gleich an für Ihren Frühsommer-Urlaub im Hotel Traube Post in Graun im Vinschgau – wir freuen uns auf Sie!

Zusslrennen in Prad

Südtirol ist reich an Traditionen und Brauchtum, dazu gehört auch das Zusslrennen in Prad am Stilfserjoch. Jedes Jahr am Unsinnigen Donnerstag, wird im oberen Vinschgau der Winter und alle seine bösen Geister vertrieben!

Zusslrennen Prad

Faschingsbräuche in Südtirol

 

Auch heuer wieder werden sich in Prad zu Fasching die Männer und Burschen aus dem Dorf zu “Zussl” verkleiden. Von Kopf bis Fuß im weißen Kleid, mit bunten Blumen und Maschen geschmückt sowie mit Glocken oder Kuhschellen ausgestattet, die teilweise mehr als 20 kg wiegen, werden die Zussln am Unsinnigen Donnerstag, den 12. Februar 2015, durch Prad ziehen. Ursprünglich soll sich hinter dem Zussl-Umzug ein Fruchtbarkeitsritual verbergen. Der Umzug besteht aus sechs Schimmeln, ebenfalls dargestellt aus weißgekleideten Männern, einen Holzpflug und einem Fuhrmann der mit einer Peitsche (Goaßl) die Schimmel vorantreibt und den Pflug durch die Gassen des Dorfes lenkt.

Hinter diesem Teil des Umzugs schreitet dann der Sähmann mit einem Sähkorb, aus dem er “Pflanzensaat” (Sägemehl) auf die Zuschauer streut. Schließlich folgen Bauer, Bäuerin, Knecht, Magd und auch das Paar mit den Namen „Zoch“ und „Pfott“. Alle am Umzug Teilnehmenden tragen verschiedene bäuerliche Arbeitsgeräte und stellen dadurch den Gang aufs Feld dar.

Den zweiten Teil des Umzugs führt die „Triebschelle“ an. Dabei handelt es sich um die größte und schwerste aller Zussl-Schellen! Auch der Träger dieser Schelle wird von einem Schimmel begleitet und hat einen weißen und mit Blumen bestickten Kittel an. Hinter dem eindrucksvollen Ton dieser „Triebschelle“ folgen dann die Zussl, die kräftig Lärm machen, hinter ihnen folgen alle anderen Paare und auch der Fuhrmann, dessen Aufgabe es ist, mit seiner Peitsche den ganzen Zug zusammen zu halten.

Für viele Stunden zieht dieser Umzug viel Krach machend umher, um dadurch die bösen Geister und den Winter zu vertreiben und das Korn auf zu wecken!

 

Das Hotel Traube Post in Graun befindet sich nur wenige Kilometer von Prad am Stilfserjoch entfernt. Das Zusslrennen zählt daher in der Faschingszeit auch bei unseren Hotelgästen zu einem beliebten Ausflugsziel im oberen Vinschgau.

Jahres- und Wochenmärkte im Vinschgau

Vinschger Brot_1

Herbstzeit ist in Südtirol vielerorts auch Marktzeit! Das Marktwesen ist im ganzen Land und vor allem auch im Vinschgau, nach wie vor lebendig. In den meisten Dörfern und allen Städten finden wöchentlich große Wochenmärkte und kleinere Bauernmärkte statt. Die Wochenmärkte eignen sich vor allem zum Shopping, denn hier stehen vorwiegend Bekleidung und Schuhe aber auch Haushaltsartikel zum Verkauf, während auf den kleineren Bauernmärkten regionale Spezialitäten und Produkte einheimischer Herstellung feilgeboten werden. Darunter der traditionelle Speck, verschiedenste Sorten von Südtiroler Almkäse, Blüten- und Waldhonig, Gemüse und Obst, sowie schmackhafte Brotsorten wie zum Beispiel das Vinschger Ur-Paarl.

.

Traditionsreiche Märkte in Südtirol

.

Die großen traditionsreichen Märkte unterscheiden sich von den Wochenmärkten vor allem darin, dass sie zusätzlich zum Warenangebot auch noch ein besonderes gesellschaftliches Ereignis und wichtiger Treffpunkt für die Einheimischen sind. Im Frühjahr Krapfenlädt der erste wichtige Markt nach Mals ein, der Georgimarkt, ein bekannter Blumen– und Pflanzenmarkt, bevor dann Mitte Juni der St. Johann Markt viele Besucher nach Prad lockt. Im Herbst beginnt dann die richtige Marktzeit, gegen Mitte Oktober treffen sich alle auf dem Gollimorkt in Mals und am 2. November zieht es die Südtiroler zum feucht-fröhlichen Allerseelenmarkt in das mittelalterliche Glurns, in die kleinste Stadt Südtirols, umgeben von imposanten Stadtmauern und in einem romantischen Stadtkern lässt es sich ganz besonders gut feiern. Der Katharinamarkt in Schluderns läutet schlussendlich das Ende der Marktsaison ein. Empfehlenswert ist auch ein Besuch der Glurnser Laubenmärkte, des Londsprochmorkt in Goldrain, des Michaeli Markt im Martelltal und des St. Veith Markt in Tartsch im oberen Vinschgau.

.

Alle diese Märkte sind eine gelungene und bunte Mischung von Waren, Südtiroler Leckereien, unterhaltsamer Musik und lustigem Treiben!

Herz- Jesu- Feuer bringen die Südtiroler Berge zum Glühen


An den Berghängen brennen  am  17.06.2012 die Herz-Jesu -Feuer

 

Ein ganz spezielles Ereignis findet in Südtirol immer am Herz Jesu- Sonntag statt. Herz-Jesu-Feuer, ein besonderer Brauch der noch heute in allen Teilen Tirols (Südtirol, Nordtirol, Osttirol) gepflegt wird. Ein beeindruckendes  Schauspiel. Nach Einbruch der Dämmerung  werden die Herz- Jesu- Feuer auf Almen, hoch oben am Gipfel oder an den Berghängen entfacht. Dabei werden Sie aus den zahlreichen Bergfeuern  verschiedene Formen erkennen, wie Kreuze, der Tiroler Adler, Herzen oder von den mit Christus assoziierten Symbolen „IHS“, „INRI“.

Die Tradition und Geschichte der Herz- Jesu-Feuer geht ins 18. Jahrhundert zurück und gedenkt dem Gelöbnis, das dem Herz Jesu gegeben wurde. Die Tiroler Landstände versprachen 1796 angesichts der drohenden Truppen Napoleons feierlich, dem „Heiligsten Herz Jesu“ das Land anzuvertrauen um  so göttlichen Beistand zu erhalten. Jedes Jahr sollte dieses Gelöbnis zum Herz-Jesu-Fest erneuert werden.

Vor der Berg- Isel-Schlacht erneuerte Andreas Hofer 1809 das Gelöbnis gegen die Franzosen  und Bayern. Überraschend siegten die Truppen Hofers und die Zeichen dafür sind  heute noch die Bergfeuer.

Von Freunden und Vereinen werden heute die Herz-Jesu- Feuer vorbereitet und es werden keine Mühen gescheut, oft das Brennholz dafür stundenlang auf den Berg hinauf zu tragen. Am Abend lodern die Flammen stimmungsvoll und erleuchten den Südtiroler Himmel.

Genießen die die nächtliche Stille, das faszinierende Bild und die lodernden Bergfeuer am 17.06.2012 für einige Stunden in Südtirol.