Der Herz-Jesu-Sonntag – ein traditionsreiches Fest

Am Herz-Jesu-Sonntag, der heuer auf den 14. Juni fällt, werden jedes Jahr auf den  Berggipfeln quer durch Südtirol und vor allem im Vinschgau hunderte Feuer in verschiedensten Formen und Größen gezündet. Dieses spektakuläre Ereignis wird hierzulande seit 1796 gefeiert und ist immer wieder sehenswertes Schauspiel am nächtlichen Sommerhimmel.

 

Historischer Hintergrund zum Herz-Jesu-Feuer

Das Entzünden des Bergfeuers geht auf vorchristliche Zeiten zurück: Damals zündeten die Menschen zur Feier der Sommersonnenwende im Juni rituelle Feuer an. Das Herz-Jesu-Fest, das immer am 3. Sonntag nach Pfingsten stattfindet, fällt ebenso auf Mitte bis Ende Juni, wodurch die Bergfeuer zur Sonnenwende und das Herz-Jesu-Fest allmählich zu einem Fest wurden.
Das Jahr 1796 hat für Südtirol vor allem eine politisch-historische Bedeutung. In diesem Jahr wurde Tirol vom Krieg gegen die Franzosen regelrecht überrollt und die Bewohner hatten kaum Gelegenheit, sich darauf vorzubereiten. An einer Tagung der Tiroler „Landsstänge“, bei denen alle damaligen Volksschichten vertreten waren, beschlossen jene Vertreter des Volkes, das Land Tirol dem Herzen Jesu zu widmen und hofften somit auf den Beistand Gottes in dieser schweren Zeit. Als dann kurze Zeit später die Tiroler überraschend siegten, wurde dies natürlich göttlichem Zutun zugesprochen und so wurde der Herz-Jesu-Sonntag zu einem kirchlichen Feiertag in Tirol.
Ende des 19. Jahrhunderts wurden dann die ersten Bergfeuer in diesem Zusammenhang entzündet und lodern seither jedes Jahr in immer neuen Formen, wie etwa Herzen, Kreuzen, Schriftzügen oder Zeichen Jesu Christi.

 

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