Kulturlandschaft Südtirol
Geschichte und Kultur um das Hotel!
Kulturlandschaft
Geschichte und Kultur einer Landschaft besteht nicht nur aus Dokumenten und Denkmälern - nein, sie ist besonders in den Furchen der Landschaft, den Orts- und Flurnamen, den Gebärden der Menschen und deren Sprache verborgen. Die Interpretation unterliegt dem einzelnen. Die einmalige Landschaft rund um den Reschenpass bietet so manches kulturelle Kleinod. Das "Rätische Dreieck" Vinschgau (I) - Oberes Gericht (A) - Unterengadin (CH) bringt einen kleinen Einblick über die kulturelle Vielfalt der Region. Die rätische Vergangenheit bietet wundervolle Kulturschätze in gemeinsam gewachsener, doch unterschiedlich ausgeprägter Kultur.
Graun
Graun ist bekannt durch den alt romanischen Kirchturm, der aus dem Reschensee ragt.
Der aus dem Jahre 1355 stammende Glockenturm zeigt noch heute, wo sich einst die alte Dorfsiedlung von Graun vor der Stauung des Reschensees im Jahr 1950 befunden hat.
Das „neue“ Graun siedelt heute am Ufer des Reschensees.
Sehenswert ist das Heimatmuseum (Besichtigung mit Führung im Sommer jeden Mittwoch) und das Kirchlein zu hl. Anna. Dieser gotische Bau steht auf einem kleinen Hügel, auf dem bei Grabungen sehr viel ältere Funde zum Vorschein kamen.
Von hier aus hat man einen herrlichen Panoramablick auf den See in all seinen atmosphärischen Stimmungen
Kirchturm von Alt Graun - das meist abgebildete Fotomotiv des Vinschgaus.
Mehr über die Geschichte von Graun finden Sie hier
St. Nikolaus Rojen
Gotisches Bergkirchlein mit Fresken der Meraner Schule (15. Jh.) im Innern. Der Schlüssel für einen Besuch ist im Gasthof Rojen/ Bergkristall abzuholen.
Schloss Naudersberg
Erste urkundliche Erwähnung 1239 als Sitz des Herrn von Nauders, seit ca. 1300 bis 1919 Sitz eines landesfürstlichen Gerichtes. Während der Engadiner Kriege unter Herzog Siegmund und Kaiser Maximilian erste Erweiterung des Schlosses durch Vorwerke, Rondelle, Rundtürme und Wehrgänge. Seit 1980 im Besitz der Familie Köllemann. In den ehemaligen Stallungen und Kellerräumen ist ein Restaurant untergebracht. In den oberen Stockwerken ein Museum über das Gerichtswesen und den Verkehr über den Reschenpaß.
Wallfahrtskirche Valliereck
1886 erbaut und Ende des 19. Jh. mit Tapetenmuster, Rank- und Flechtwerk bemalt. Der Kopf des Jesukindes im Rosettenfenster stammt aus der alten Reschener Pfarrkirche - es wurde nach der Sprengung unversehrt auf dem Schutthaufen gefunden.
Panzersperre Plamort
Auf der Hochebene von Plamort – einem als Naturdenkmal ausgewiesenen Hochmoor (Feuchtgebiet) – über der Ortschaft Reschen, wurde in unmittelbarer Nähe zur Staatsgrenze Italien/Österreich eine umfangreiche militärische Befestigungs- und Verteidigungsanlage errichtet. Die Anlagen wurden im Jahre 1938 begonnen und noch im selben Jahr größtenteils fertiggestellt.
Im Zentrum der Anlage von Plamort wurde im Hochmoorbereich eine Panzermauer mit vorgelagertem Wassergraben sowie eine Panzersperre mit sogenannten Drachenzähnen (Lärchenpfähle wurden im Boden versenkt und in eine Fundamentplatte einbetoniert) errichtet. Die aus dem Boden bzw. Betonfundament herausragenden Pfähle – zwischen 50 und 100 cm wurden mit Beton ummantelt und mit einem Stacheldraht – capeletto in ferro – abgesichert). Die Panzersperre wurde bis im Jahr 1962 gewartet und instand gehalten.
Bunker
Der Etschquelle-Bunker Nr. 20 wurde im Quellbereich der Etsch (zweitlängster und wichtigster Fluss Italiens) errichtet und in den Fels gegraben. Die Bunkeranlage Nr. 20 wurde von der Südtiroler Landesregierung als erhaltenswert eingestuft und wird kulturell, didaktisch und touristisch genutzt. Die Panzersperre und die Bunkeranlagen gehören zur sogenannten Verteidigungslinie des „Vallo Alpino Littorio“.
Wasserscheide
Gegenüber der Etschquelle zieht sich ein Bach (der Stillebach) quer durch die Felder, welcher nach Norden in den Inn fließt und weiter in die Donau. Somit bildet der Reschenpaß auch die europäische Wasserscheide.
Langtaufers
Von Graun aus öffnet sich nach Osten das Seitental Langtaufers. Es ist ein lang gestrecktes, hochalpines und urtümliches Hochtal mit vielen kleinen Weilern und Höfe Ansiedlungen.
Viele alte Bauernhäuser geben Zeugnisse hoher bäuerlicher Wohnkultur. Gesäumt wird das Tal von Wiesen und Almen und es führt direkt in die einmalige und gewaltige Kulisse der Ötztaler Alpen mit dem majestätischen Gletscher der Weißkugel (3739m).
Die „Zeitlosenblüte“ im April ist eine besondere Augenweide.





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